Heinz Löster

PD Dr. Heinz Löster war Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutes für Pathologische Biochemie und Klinische Chemie, dem späteren Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig.

Im Jahre 1975 promovierte er an der Sektion Chemie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät in Organischer Chemie zum Dr. rer. nat. mit dem Thema „Synthesen und physikalisch-chemische Eigenschaften von 1-Aryl-5-mercaptotetrazolen und ihren Derivaten“.

Nach dem Wechsel zur Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig bearbeitete er in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. med., Dr. phil., Dr. h.c. mult. Erich Strack vorwiegend chemische Probleme des Carnitinstoffwechsels im Rahmen des Forschungsauftrages „Wirkungen von Carnitin und Carnitinestern auf den physiologischen und pathologischen Stoffwechsel – sowie auf den Tumorstoffwechsel“.

Nach seiner Habilitation im Jahre 1988 beschäftigte er sich – wieder im Institut für Pathologische Biochemie – vorwiegend mit den Wirkungen von Carnitin auf den Stoffwechsel des Herzens. Eine langjährige Bearbeitung dieses Themas wurde durch die Betreuung einer großen Anzahl von Doktoranden aus der Humanmedizin (14) und auch aus der Veterinärmedizin (4) möglich, die mit großem Engagement und Fleiß die Ergebnisse zu den dargestellten Themen erarbeiteten.

Die Hauptarbeitsgebiete von Heinz Löster waren:
Metabolismus von Carnitin und strukturverwandten Trimethylammoniumverbindungen (Thema der Habilitationsarbeit);
die Wirkungen von Carnitin und seinen Derivaten auf das isolierte Herz sowie
klinische Anwendungen von Carnitin auf Patienten bei Herz- und Kreislauferkrankungen, unter Hämodialyse und mit Diabetes mellitus Typ I.