Wolfgang Amadeus Mozart in Dresden und Leipzig

[Hg.: Helmut Loos]

27,90 

Wenn alle Welt dem Genius Wolfgang Amadeus Mozart huldigt, so kann – ja darf – Sachsen nicht fehlen. Immerhin hat der Vielgereiste, auf seinem Weg von Wien nach Potsdam und Berlin auch in Dresden und Leipzig Station gemacht – ein Tatbestand, der gar nicht allgemein bekannt sein dürfte. Wichtige Kontakte konnte Mozart auf seinem Weg pflegen und neu knüpfen. In Dresden überzeugte er sich vom hohen Musizierniveau der Hofkapelle und der Oper, in Leipzig begeisterte ihn der Thomanerchor mit der Motette Johann Sebastian Bachs „Singet dem Herrn ein neues Lied“.
Die nach Mozarts Tod gewaltig einsetzende Rezeption seiner Werke wurde von Friedrich Rochlitz in der Allgemeinen musikalischen Zeitung durch Besprechungen und „verbürgte Anekdoten“ befördert. Dieselbe Reise wie Mozart 1789 unternahm Beethoven sieben Jahre später, was die immense Bedeutung der mitteleuropäischen Kulturachse Wien – Prag – Dresden – Leipzig – Berlin aufzeigt.

In diesem Band schildern und diskutieren Autorinnen und Autoren in zehn Beiträgen verschiedene Aspekte des Musiklebens in Dresden und Leipzig während Mozarts Aufenthalt in beiden Städten. So kommen die musikalische Praxis in der Residenz und in der Bürgerstadt ebenso zur Sprache wie freimaurerisches musikalisches Schaffen etwa durch Johann Gottlieb Naumann, das Wirken der Thomaner sowie des Leipziger Schlossorganisten und Mozartfreundes Carl Immanuel Engel, die Aufführung von Mozarts Opern in Mitteldeutschland seit Ende des 18. Jahrhunderts, die Rolle Leipziger Musikverlage bei der Verbreitung der Mozartschen Musik und schließlich die Werke, die Mozart für seine Leipziger Verehrer und Künstlerfreunde verfaßt hat.
Den Abschluß bildet die Wiedergabe der Rochlitzschen „Verbürgte[n] Anekdoten aus Wolfgang Gottlieb Mozarts Leben, ein Beytrag zur richtigern Kenntnis dieses Mannes, als Mensch und Künstler“.

Inhalt:

Ortrun Landmann: Zu Mozarts Aufenthalt 1789 in Dresden
Kornel Magvas: Mozart, Naumann und die Königliche Kunst. Eine freimaurerische Spurensuche
Hans-Joachim Schulze: „So ein Chor haben wir in Wien, und hat man in Berlin und Prag nicht“.Mozarts Begegnung mit dem Leipziger Thomanerchor und den Motetten Johann Sebastian Bachs
Johannes Forner: Mozarts „musicalische Academie“ im Gewandhaus
Brigitte Richter: Die Leipziger Erstaufführungen der Opern Wolfgang Amadeus Mozarts im 18. Jahrhundert – ein Beitrag zu ihrer Aufführungsgeschichte
Clemens Harasim: Carl Immanuel Engel. Schlossorganist der kurfürstlich-sächsischen katholischen Hofkapelle in Leipzig – ein Freund Mozarts
Brigitte Richter: „Eine kleine Gigue für das klavier, in das Stammbuch des Hr: Engel.“ Die „Leipziger Gigue“ (KV574) von Wolfgang Amadeus Mozart
Axel Beer: Mozart in Leipzig – und niemand verlegt etwas von ihm
Claudia Forner: Ein Rebell im Wechsel der Zeiten. Über Mozarts Don Giovanni in der Leipziger Operngeschichte
Birgit Heise/Bruno Kliegl: Extra-Concert im Gewandhaus auf einem Lieblingsinstrument der empfindsamen Zeit – Gastspiel von Marianne Kirchgessner mit Mozarts „Quintetto KV617

2020, 288 Seiten, 90 meist farbige Abbildungen, Festeinband, 18 cm x 19,5 cm
ISBN: 978-3-938533-70-3

 

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